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Gläsernes Handwerk und kulinarische Köstlichkeiten

In der Göppinger guten Stube - der Lange Straße - bewegt sich einiges. Die Fußgängerzone, östlich unmittelbar mit der Haupteinkaufslage Untere Marktstraße verbunden und im Westen mit dem durch das neue Lokal „Der Andechser“ wiederbelebten Schillerplatz, gibt der parallel zur Hauptstraße verlaufenden Flaniermeile völlig neue Perspektiven.

In der Göppinger guten Stube - der Lange Straße - bewegt sich einiges. Die Fußgängerzone, östlich unmittelbar mit der Haupteinkaufslage Untere Marktstraße verbunden und im Westen mit dem durch das neue Lokal „Der Andechser“ wiederbelebten Schillerplatz, gibt der parallel zur Hauptstraße verlaufenden Flaniermeile völlig neue Perspektiven. Das Café Berner, als Traditionslokal und Aushängeschild Göppingens weithin bekannte Konditorei, hat mit dem auf schwäbisch-bayrisch gestylten Denkmalgebäude am Schillerplatz und einem dazugehörenden Biergarten seine gewisse Führungsfunktionen. "Der Andechser" löst die ehemaligen Wirtshäuser an der Lange Straße, wie z. B. die "Harmonie" perfekt ab. Spätestens zum Sommer erhält die Lange Straße mit den Angeboten eines Hofladens nicht nur kulinarische Ergänzung, sondern es kommen auch biologische Erzeugnisse aus der heimischen Landwirtschaft ganz frisch auf den Tisch der Lange Straße. Die Lange Straße zeichnet sich auch in einem handwerklich geprägten Straßenbild. Als gelungenes Beispiel steht der Goldschmiedeladen mit seiner „gläsernen“ Werkstätte in Gebäude Nr. 25 oder auch das aus einem früheren Haushalts- und Kolonialwarenladen entwickelte Haus Höppel. Die Historie mancher Gebäude weist die Kombination Handwerker/Werkstatt und Wohnen in einer Einheit auf.

Die Gebäude Lange Straße 32 und 38 – beide Gebäude übernehmen als Eckhäuser eine wichtige funktionelle, aber auch gestaltend prägende Aufgabe – bringen für eine neuzeitliche Nachahmung gute Voraussetzungen mit, um an solche Traditionen anzuschließen.

Im Haus Nr. 32 waren seit dessen Aufbau Tuchmacher, Zeugmacher, Schreiner bis hin zum Schuhmacher, beruflich beheimatet. Im Zuge der Modernisierung und Sanierung des Gebäudes erfolgen eine sorgfältige Auseinandersetzung und Abwägungen mit dem Bestandsgebäude, das sowohl stadträumlich als auch architektonisch als besonders gelungenes Beispiel für eine Eckausbildung Lange Straße / Kellereistraße gesehen werden kann. Charakteristisch kann im Erdgeschoß der Ladeneingang mit seiner handwerklichen Natursteinfassung als ein besonders erhaltenswertes, stadtbildprägendes Element gesehen werden. Neben dem Wohnen sollen die Räume im EG, unmittelbar an der Fußgängerzone gelegen, die Herstellung handwerklicher Arbeiten und deren Darstellung und Vermarktung als Handelswaren in transparent gehaltener Form bieten. Ganz nach dem Motto „Arbeiten, Werken und Leben im historischen Stadtquartier“. Dafür wollen wir die Grundmauern des bestehenden Gebäudes behutsam aber auch sorgfältig modernisieren und in den oberen Ebenen mit Stadtwohnungen aufwarten, die in Größe und Stil zu dem Charakter der kleinen Gassen, Plätze und Straßen passen.

Für einen Junghandwerker, aber auch ein erfahrener und etablierter Handwerker und/oder ihre Betriebe, bieten sich Chancen eines Aufbaus oder Ausbaus ihrer Geschäfte, mit der Sie selbst einen Schritt nach vorne machen und gleichzeitig die Entwicklung ihrer Stadt mit prägen können.

Nur wenige Schritte weiter steht das Gebäude Lange Straße 38, das ehemals in den Händen eines Zeugmachers, Strumpfwebers sich befand und später dann als Wirtshaus und Bäckerei genutzt wurde. Später war es dann eine Schreinerei mit Möbelhandel, zuletzt fand es Verwendung als Bekleidungsfachgeschäft. Das bestehende historische Gebäude bildet eine baulich-räumliche Fassung der südwestlichen Ecke Lange Straße / Marstallstraße und steht im Kontext von Gebäuden und Fassaden beider Straßenzüge. Das Wohn- und Geschäftshaus soll als ein stadtbildprägendes Gebäude des historischen Stadtkerns unserer Stadt modernisiert/saniert werden. Der Gestaltungsbeirat unterstützt ausdrücklich die Maßnahmen zum Erhalt des Gebäudes und seinen Umbau.

Für beide Projekte suchen wir Mitgestalter, um den Weg von einer Vision über die Idee in die neuzeitliche Realität mit zu gehen und damit im „Mitnahmeeffekt“ Tradition und Geschichte unserer Stadt mit zu erhalten, aber auch mit zu entwickeln.

Interessenten inspirieren sich bitte selbst bei einem Flaniergang durch die Lange Straße und nehmen dann gerne Kontakt mit der WGG auf.